Eine Zusammenstellung der besten Konzerte des Jahres 2010 beginnt mit dem Zweifel, die besten sicher verpasst zu haben – und mit einer Aussortierung der Konzerte, die gut waren, aber für ein Highlight doch zu wenig Spuren hinterlassen haben. Shows, die lässig, aber schnell wieder vergessen waren, sind unter anderem Talibam im TiK, Bunny Lake im Conrad Sohm oder Egotronic am Schwarzenbergplatz in Wien, das eher wegen der Demo als wegen der Musik in Erinnerung bleibt.
Das Highlight war sicher mein Premieren-Konzert der Goldenen Zitronen im Rahmen des Poolbarfestivals in Feldkirch. Grandiose Kostüme mit noch grandioserem Sound. „Über euer scheiß Mittelmeer käm ich, wenn ich ein Turnschuh wär. Oder als Flachbild-Scheiß – ich hätte wenigstens ein´ Preis.“ Berauschend.
Ein NOFX Konzert ist immer ein Highlight, vor allem, wenn die letzte Show vor 11 Jahren, 1 Monat und 18 Tagen besucht wurde. Das Backstage in München stellte den passenden Rahmen dar für eine geniale Neunziger Tanzveranstaltung. Überragend.
Harte Beats und Agit-P(r)op inklusive Pali gab es beim M.I.A. Konzert im Wiener Gasometer. Fast zu viel Spektakel, aber Arulpragasams Abstecher in den Menge sowie viele geniale Songs produzierten doch ein unvergessliches Lächeln. Stark.
In aller Kürze: Ja, Panik! in der Spielbodenkantine in Dornbirn; Deutsch-Rock at its best. Die Schrauber im Rhiz in Wien; das Noise-Highlight des Jahres – wobei ich heuer wenig diesbezügliche Sachen gesehen habe. Bob Dylan im Messestadion in Dornbirn; nachdem das letztjährige Konzert in München einen eher zwiespältigen Eindruck hinterließ, überzeugte mich Bob dieses Mal doch, auch weil er mit deutlich mehr Freude bei der Sache war. The Omission im Baumgarten; Ida Ida Ida.
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